Blick in die geschützte Bucht ©PhotoArt Claudia Kleemann

Agios Pavlos ist ein kleiner malerischer Ort an der Südküste. Man erreicht ihn über die Hauptstraße von Spili nach Agia Galini, wenn man kurz hinter Nea Krya Vrysi in Richtung Süden – Saktouria – abzweigt. Von dort aus fährt man über Serpentinen durch malerische Landschaften mit fantastischem Ausblick auf das Libysche Meer und die vorgelagerte Insel Paximadia.

Entspannung gesucht? Dann bist Du hier richtig!

Agios Pavlos ist ein ruhiger, beschaulicher Ort in einer geschützten Bucht mit einigen Tavernen, die auch Zimmer und Studios vermieten. Während der Saison wird die Bucht von Agios Pavlos täglich von Ausflugsschiffen aus Agia Galini angelaufen.

Der dunkle Sand der Bucht neigt zu Verwehungen und sieht vielleicht gerade deshalb ausgesprochen interessant aus. Wenn man dort zum Schwimmen geht, ist Vorsicht geboten, denn es gibt einige rutschige Felsplatten im Wasser. Umrahmt wird die Bucht von bizarren Felsformationen. In ihrem Umkreis lohnt sich der eine oder andere Schnorchel-Ausflug.

Bizarre Gesteinsformationen „Das Krokodil“

Das „Krokodil“ ©PhotoArt Claudia Kleemann

Westlich der Bucht liegt das Kap Melissa, welches aufgrund seiner Silhouette auch „Krokodil“ genannt wird. Oberhalb des heutigen Meeresspiegels ist an dessen Felsen in eineinhalb Meter Höhe die dunklere, alte Wasserlinie am „Maul“ des ‚Krokodils‘ zu sehen. Hier kann man deutlich erkennen, dass die Insel Kreta sich im 4. Jahrhundert n. Chr. im Osten senkte und im Westen hob. Eine geologische Besonderheit ist die auf dem Rücken des „Krokodils“ befindliche Gesteinsfaltung – unterschiedlichste Gesteinsschichten bilden hierbei ein wellenförmiges Streifenmuster.

Weitläufiger Sandstrand bis Triopetra

Hinter der Sanddüne am Kap Melissa beginnt ein langer, weitgehend unberührter Sandstrand, der sich bis zu den Felsen von „Triopetra“ zieht. Mittlerweile kann man hier während der Saison auch Liegen und Sonnenschirme mieten. Der Abstieg, oder besser gesagt der Wiederaufstieg, vom Strand zum Parkplatz ist jedoch etwas beschwerlich.

Sanddünen bis Triopetra ©PhotoArt Claudia Kleemann

Von der Düne reicht die Sicht nach Nordwesten bis zum Kloster Preveli und der Flussmündung des Megalopotamos am Palmenstrand von Preveli.

Wer einen ruhigen, beschaulichen Urlaub erleben möchte, lange, schöne Sandstrände bevorzugt und außerdem an bizarren Unterwasserfelsen schnorcheln möchte, kein großes Hotel mit Pool sucht und gerne in gemütlichen Tavernen essen geht, ist in diesem Badeort bestens aufgehoben.

Weitere interessante Berichte findest Du in unserer Rubrik „Kreta erleben“

(Claudia Kleemann)