Allgemeine Maskenpflicht und Verkehrsverbote auf Kreta

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Premierminister Kyriakos Mitsotakis gab in seiner aufgrund des Erdbebens verschobenen Ansprache die neuen Maßnahmen der griechischen Regierung bekannt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dabei teilte er mit, dass Griechenland fortan anstelle von bisher vier nun nur noch in zwei Zonen differenziert werde. Kreta fällt bei dieser Aufteilung in die Zone 1, die sogenannte „Zone unter Aufsicht“. Diese gilt als Vorstufe der Zone 2 („erhöhtes Risiko“), deren Gebiete im nördlichen Raum Griechenlands zu finden sind.

In beiden Zonen treten ab morgen (3. November) strengere Maßnahmen in Kraft, die bis auf Weiteres für einen Monat gültig sein werden.

Kreta unter Aufsicht

Als eingeteiltes Gebiet der Zone 1, in der die vorherigen Kategorien 1 und 2 zusammengefasst wurden, gilt auf Kreta ein Verkehrsbeschränkung von 24:00 bis 05:00 Uhr. Die obligatorische Maskennutzung sowohl in Innenräumen als auch im Freien ist Teil der neuen Maßnahmen, ebenso wie ein umfassendes Versammlungsverbot. Damit entgeht Kreta den für die Zone 2 verhängten Maßnahmen, die die Schließung von Gastronomie, Kulturstätten und Sporteinrichtungen beinhaltet. Die „überregionalen Bewegungen“ über die Zonengrenzen hinaus bleiben vorerst erlaubt. Damit sind Maßnahmen wie das umstrittene deutsche Beherbergungsverbot in Griechenland (noch) nicht  zu erwarten.

Die neuen Maßnahmen betreffen zum vorwiegenden Teil ausschließlich die griechischen Bewohner, ohne dass Reisende aus anderen Ländern viel davon mitbekommen sollten. So wird sowohl der private als auch der öffentliche Sektor in den kommenden Wochen dazu verpflichtet, 50% der Tätigkeiten als Tele-Arbeit zu verrichten. In Universitäten soll der Tele-Unterricht sogar zu 100% umgesetzt werden.

Letzte Option Lock-Down

Premierminister Kyriakos Mitsotakis wies in seiner Ansprache darauf hin, dass das vordringliche Ziel der neuen Maßnahmen sei, das Gesundheitssystem nicht unter Druck geraten zu lassen. Bisher stand  Griechenland die ausgesprochen warme Wetterlage zur Seite, um die Ausbreitung des Coronavirus unter Kontrolle halten zu können. Mit den nun fallenden Temperaturen erhöhe sich aber das Risiko eine Ausbreitung des Covid 19-Virus, weshalb die Maßnahmen für eine weitere reibungslose Funktionalität des Landes angebracht seien. Ein allgemeiner Lock-Down solle nach Ansicht der Regierung möglichst vermieden werden und nur die letzte Option darstellen.

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(Ingo Blisse)