Riesige Zisternen ©PhotoArt Claudia Kleemann

Die Ausgrabungsstätte und das Museum Eleftherna befinden sich eine halbe Stunde von Rethimno zwischen dem Nationalheiligtum Kloster Arkadi und dem Töpferdorf Margarites.

In der griechischen und römischen Antike war Eleftherna ein wichtiger und bedeutender Stadtstaat auf Kreta. Seit 1985 nehmen kretische Archäologen hier umfangreiche Grabungen vor. Die interessanten Exponate werden seit 2016 im eigens dafür errichteten Museum ausgestellt. Die im Park zu bestaunenden Ausgrabungen sind aufgrund ihrer Dimensionen und ihrer Einbettung in die Natur einzigartig.

Gut gerüstet für die Erkundung der archäologischen Stätte

Für die Wanderung durch das Ausgrabungsgelände sollte man festes Schuhwerk tragen, gut zu Fuß sein und ausreichend Wasser mitnehmen, da man für die Erkundung des alten Eleftherna rund sechs Stunden benötigt.

Wehrturm ©PhotoArt Claudia Kleemann

Der Weg beginnt bei einer Taverne hinter dem Dorf Archea Eleftherna bei einem mittelalterlichen Wehrturm, der sich an den Ausläufern des Psiloritis befindet. Dem Weg folgend erreicht man sechs riesige „Acropolis Cisterns“, die man, am besten mit Taschenlampe bewaffnet, begehen kann.

Folgt man dem Weg, erreicht man eine kleine Terrasse. Dort fanden die Archäologen unter alten Ölbäumen Ruinen eines Heiligtums. An diesem Platz empfiehlt es sich, unter den alten Schatten spenden Bäumen zu rasten und die Natur zu genießen.

Imposante Zeugen vergangener Zeiten

Weiter im Gelände haben die Archäologen einen Friedhof aus dem 9. bis 7. Jahrhundert vor Christi freigelegt. Ebenfalls zu sehen sind die Grundmauern hellenistischer Häuser aus dem 4. bis 2. Jahrhundert vor Christi. Den Höhepunkt bildet eine gut erhaltene Brücke. Geschützt wird ein Großteil dieser Ausgrabungen durch eine hochmoderne Überdachung. Diesen Bereich kann man auch per Pkw erreichen.

Opfertisch ©PhotoArt Claudia Kleemann

Die atemberaubenden Ausgrabungen dieses Geländes sind kaum vollständig aufzuführen. So finden sich hier auch Thermalbäder, Holzbrennöfen, römische Häuser, Kirchen, etc.

Ausgeschilderte Wege verbinden die verschiedenen archäologischen Bereiche miteinander. Es empfiehlt sich, einen Plan der Stätte mit sich zu führen oder die verschiedenen Hinweisschilder zu fotografieren. Ansonsten läuft man durchaus Gefahr, sich zu verirren.

Für archäologisch Interessierte ist diese inmitten der Natur liegende, weitläufige Ausgrabungsstätte sicherlich ein absoluter Höhepunkt des Kreta-Besuchs. Dabei sollte man die Freiluft-Erkundungstour in jedem Falle mit einem Museumsbesuch verbinden.

(Claudia Kleemann)

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