Mit voller Vorfreude hatten wir ├╝ber die Vorbereitungen zum heutigen Ochi-Tag berichtet, da wurden die traditionellen Milit├Ąr- und Sch├╝lerparaden zum Nationalfeiertag letztendlich doch abgesagt. Sicher, das ist eine nachvollziehbare und vern├╝nftige Entscheidung, trotzdem muten die leeren Stra├čen in diesem Jahr befremdlich an. Der ÔÇ×Ochi-TagÔÇť erinnert an die Weigerung Griechenlands, w├Ąhrend des zweiten Weltkrieges, vor dem italienischen Faschistenf├╝hrer Mussolini zu kapitulieren. In diesem Jahr werden wohl nur griechische Nationalflaggen an H├Ąusern und Beh├Ârden an diesen denkw├╝rdigen Tag erinnern.

Gottesdienste und Kranzniederlegungen erlaubt

Damit der Ochi-Tag nicht vollst├Ąndig den Umst├Ąnden zum Opfer f├Ąllt, wurden zumindest Gottesdienste und Kranzniederlegungen erlaubt. Nat├╝rlich finden diese unter den geltenden Sicherheitsma├čnahmen statt. So sind die jeweiligen Teilnehmerzahlen begrenzt, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ist verpflichtend. Die Sch├╝ler Kretas, die traditionell stark in die Durchf├╝hrung der Paraden und ├╝brigen Feierlichkeiten mit einbezogen werden, k├Ânnen diesen besonderen Tag nur im geschlossenen Kreis der einzelnen Klassen zelebrieren.

Messe zum Ochi-Tag ohne politische Vertreter

W├Ąhrend Staatspr├Ąsidentin Katerina Sakellaropoulou ank├╝ndigte, dass sie in Thessaloniki einen Kranz an einem Grabmal f├╝r gefallene Soldaten niederlegen wird, halten sich andere politische Amtstr├Ąger heute dezent im Hintergrund. An einem von Erzbischof Hyeronimos in Athen zelebrieren Gottesdienst wird offiziell kein Mitglied der griechischen Regierung teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine absolute Seltenheit, denn in den vorangegangenen Jahren galt diese Messe als Pflichttermin griechischer Politiker.

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(Ingo Blisse)

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