Mondlandschaft auf Kreta ©PhotoArt

Wenn man auf dem Weg von Kissamos in Richtung Topolia-Schlucht oder Elafonissi unterwegs ist, sollte man nicht versäumen, an den LehmhĂĽgeln „Komolithi“ nahe des Dorfes Potamida einen Stopp einzulegen und sich von deren Anblick beeindrucken zu lassen.

Komolithi: Geologische einzigartige, Jahrmillionen alte Kegel

Die Lehmhügel, die überraschend inmitten einer Landschaft auftauchen, die nichts derartiges vermuten lässt, erinnern in ihrem bizarren Erscheinungsbild an eine auf die Insel versetzte Mondlandschaft. Die pyramidenförmigen Kegel, die sich vor rund sieben Millionen Jahren bildeten, bestehen aus Sedimentgestein. Dieser zementierte sich aus grobem Staub und Schlammstein und ähnelt gehärtetem, aber gerissenem Ton. Es wurden sogar Spuren von Ferropyrit und Gold gefunden.

Unten kahl, oben sattes Grün ©PhotoArt

Durch Erosion, Wasser und Wind entstanden die ungewöhnlichen Formen der Komolithi. Die Hügel beeindrucken gerade deshalb, weil ihre Pyramidenhänge kahl sind, wogegen auf den Gipfeln das Grün üppig wächst. Dort fand man auch Meeresfossilien, die belegen, dass dieser Teil Kretas vor Jahrmillionen unter dem Meeresspiegel gelegen haben muss.

Zu früheren Zeiten nutzten die Anwohner das Material zum Abdichten ihrer Dächer und stellten daraus Tongefäße her.

Wunderschöne Flora und Fauna auf den Wiesen

Blumen, die man hier nicht erwartet ©PhotoArt

Wenn es trocken ist, kann man auf die Hügel steigen und die geologischen Wunderwerke aus erhöhter Perspektive betrachten. Bei feuchter Witterung sollte man auf eine Besteigung verzichten, denn es besteht die Gefahr, bis an die Knöchel zu versinken.

Die Hügel befinden sich inmitten einer Wiesenlandschaft, in der man hübsche Blumen sowie eine große Anzahl von Schmetterlingen, Insekten und Vögeln beobachten kann.

Ein Besuch ist aufgrund der geologischen Einzigartigkeit in jedem Fall empfehlenswert.

(Claudia Kleemann)

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