Die Herbstferien nähern sich. In einer Zeit, in der viele Menschen Corona-bedingt den Gürtel enger schnallen müssen, fürchtet so mancher, dass der lang ersehnte Urlaub nicht ganz so unbeschwert ausfallen wird wie in den vergangenen Jahren. Verständlich, trotz allem kann der zweifelnde Reisewillige aber auch sicher sein, dass ihn auf Kreta trotz der Pandemie fabelhaftes Wetter, Gastfreundschaft und eine gute Zeit erwarten.

Anstelle nun auf die angebliche Nummer Sicher zu gehen und in die All-Inclusive-Falle zu tappen, kann man mit ein paar Tricks den eigenen Urlaub sehr preiswert verbringen. Beginnen wir mit Getränken, Snacks und Eiscreme – den unabdingbaren Überlebens-Utensilien bei heißen Temperaturen. Wer sich diese Dinge in seinem Hotel kauft, der ist selber schuld. Viel günstiger erhält er genau das gewünschte Getränk oder das Eis beim Minimarkt an der Ecke. Dort kostet eine Dose Cola nur 70 Cent, und ein leckeres Eis weniger als ein oder zwei (Luxusversion) Euro. Dazu ist Kreta reich an frischem Obst und Gemüse, an Käse, Brot, Öl und Feta. In dem kleinen Supermarkt bekommt jeder eine bunte Auswahl davon präsentiert.

Lieber bei Mama essen als bei acht namenlosen Köchen

Beim Abendessen sollte es eigentlich selbstverständlich sein, die berĂĽhmte lokale KĂĽche zu probieren. Die kretische Ernährung ist eine der gesĂĽndesten der Welt. Und es gibt Tausende von Orten, an denen man gut essen kann. Nobelrestaurants, einfache Tavernen, Gyros-Läden, Pizzerien… Hier findet jeder, was er sucht ­– und das zu ausgesprochen gĂĽnstigen Preisen. Wer wissen will, welches Restaurant oder welche Taverne am meisten zu empfehlen ist, der folgt einfach den Einheimischen. Oft findet man so einen gemĂĽtlichen Platz, an dem einem Mamas fabelhafte Hausmannskost und Gastfreundschaft das Herz schmelzen lässt. Und nach ein paar Raki und einem Teller Obst aufs Haus ist das Urlauber-Budget ganz gewiss nicht gesprengt.

Linienbusse statt „Studienfahrten“

Wer auf Kreta herumreisen will, der sollte Abstand von sogenannten „Studienreisen“ oder „Exkursionen“ nehmen, die von den Reiseveranstaltern angeboten werden. Oft verbringt man die ersten zwei Stunden damit, die Mitreisenden von weit entfernten Hotels abzuholen, bevor die Tour ĂĽberhaupt beginnt. Die „Studien“ beziehen sich zum groĂźen Teil auf Orte, an denen nichts AuĂźergewöhnliches präsentiert wird. Stattdessen wird man von einem Verkaufstempel zum nächsten kutschiert, nicht gerade das, was man sich fĂĽr den ĂĽberhöhten Fahrpreis gewĂĽnscht hat.

Die interessantere Methode ist auch die weitaus günstigere: Auf Kreta gibt es diverse Busverbindungen, die die Insel weitflächig abdecken. War dies in früheren Tagen ein gewagtes und unbequemes Abenteuer, so findet man sich heute in recht modernen Bussen auf gut ausgebauten Straßen wieder. Die kretischen Reisebusse besitzen durchweg eine Klimaanlage, die zumeist sogar funktioniert (zumindest öfter als bei der Deutschen Bahn). Die bequemen Sitze sind verstellbar und die Abfahrtszeiten werden eingehalten. Dieser Service kostet nur wenige Euro und man wird bequem von einem interessanten Punkt zum nächsten transportiert.

Wer also darauf verzichtet, einen teuren Ausflug zu buchen, der hat alles richtig gemacht. Und dazu auch noch Geld gespart. Am besten ist es, wenn man einfach ein Reiseziel wählt und sich die passende Buslinie dafür aussucht. Belohnt wird man durch atemberaubende Landschaften, hübsche Dörfer, hügelige Ebenen, glänzendes Meer und hoch aufragende Berge. Die Aussicht ist auf Kreta kostenlos!

All-inclusive-Hotels auf Kreta sind nichts fĂĽr ein schmales Budget

„All-inclusive“ ist nicht die Antwort auf ein begrenztes Budget. Die anfänglichen Kosten fĂĽr eine All-inclusive-Buchung sind sehr hoch. Und wer erst einmal in einem der zumeist unpersönlichen Hotel-Komplexe eingecheckt hat, der verlässt oft nicht einmal die Anlage. SchlieĂźlich mĂĽsste man auĂźerhalb des Hotels ja alles bezahlen. Somit hat man die berĂĽhmte griechische Gastfreundschaft gegen einen Selbstbedienungs-Automaten und groĂźe Plastikbecher ersetzt, ebenso wie Mamas Hausmannskost durch massenproduziertes Junk Food in einem Speisesaal mit 600 Sitzplätzen.

Jeder muss die Entscheidung fĂĽr sich selbst treffen, wie er seinen Urlaub verbringen will. Sicher ist, dass auch derjenige, der mit schmalem Budget reisen will/muss, trotzdem eine unvergessliche Zeit auf Kreta erleben kann. Es ist viel einfacher, als man denkt.

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(LaK)

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