Nun hat der Lockdown aufgrund einer nationalen Entscheidung auch Kreta getroffen. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis kündigte in einer Fernsehansprache an die Nation an, dass ab Samstag ein landesweiter Lockdown verhängt wird, um die Verbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Die Maßnahmen werden vorerst bis Ende November andauern.

„Die exponentielle Zunahme der Fälle zwingt mich, jetzt zu handeln. Ich kann keine Verantwortung für die Gefährdung von Menschenleben übernehmen“, sagte Mitsotakis. Er fügte hinzu, dass die Entscheidung auf wissenschaftlichen Daten beruhe, „die unbestreitbar sind“. Des Weiteren merkte der Premierminister an, dass die Abriegelung „so aussehen wird wie die im März verhängte, aber nicht genau dieselbe sein wird“.

Supermärkte und Apotheken bleiben geöffnet

Für die Einwohner werden die Einschnitte spürbar sein. So wird zum Verlassen der eigenen Wohnung eine SMS erforderlich sein, in der ein Grund für den Ausgang aufgeführt wird. Während des angekündigten Lockdowns sollen Supermärkte und Apotheken geöffnet bleiben. Mitsotakis betonte jedoch, dass der große Unterschied im Vergleich zum März darin besteht, dass Kindergärten, Grundschulen sowie Sonderschulen auf allen Ebenen geöffnet bleiben werden. Die weiterführenden Schulen bleiben geschlossen, während die Schüler ihre Ausbildung durch Telearbeit fortsetzen.

Das Tragen einer Maske ist für alle Bewegungen obligatorisch, betonte der Premierminister.

Lockdown als Reaktion auf steigende Corona-Zahlen

Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die Rekordzahl von Neuinfektionen in den letzten Wochen. Die National Organization for Public Health (EODY) gab bekannt, dass am Mittwoch 2.646 neue Fälle verzeichnet wurden.

Was der Lockdown für Urlauber auf Kreta bedeutet, werden die kommenden Tage zeigen. Für sie dürfte die Ankündigung zum Teil überraschend gekommen sein, da sich die Zahl der Corona-Infizierten auf der Insel noch immer in einem niedrigen Bereich bewegt.

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(Ingo Blisse)