Stelios Petsas, Sprecher der griechischen Regierung, kündigte gestern an, dass die Lockdown-Beschränkungen in Griechenland bis zum 14. Dezember 2020 verlängert werden. Nach der Veröffentlichung der aktuellen Corona-Zahlen in dem Land stellte diese Nachricht keine Überraschung dar. Bisher hatte die seit dem 7. November verhängte Sperre nicht dafür gesorgt, für einen wesentlichen Rückgang der zweiten Pandemie-Welle zu sorgen.

„Die erhöhte epidemiologische Belastung erlaubt es uns nicht, die wirtschaftliche Aktivität wieder aufzunehmen“, sagte Petsas.

Lockdown-Ausnahmen im Weihnachtsgeschäft

Ausgenommen von den Beschränkungen ist der Betrieb von Saisonläden, die Weihnachtsartikel verkaufen, sowie der Verkauf solcher Artikel in Supermärkten ab dem 7. Dezember, fügte der Sprecher hinzu. Petsas bezog sich dabei auf eine offizielle Ankündigung des Entwicklungsministeriums.

Der Regierungssprecher wies darauf hin, dass es nach neuesten Daten eine Stabilisierung und Reduzierung der Coronavirus-Fälle gäbe, jedoch langsamer als erwartet. Da in vielen Krankenhäusern in Nordgriechenland die epidemiologische Belastung nach wie vor hoch ist, wird die schrittweise Öffnung verschoben und die bestehenden Restriktionsmaßnahmen bis Montag, den 14. Dezember, verlängert.

Schulen und Restaurants mit Aussicht auf Ă–ffnung

Es wird erwartet, dass Entscheidungen über die nächsten Schritte heute nach einem Treffen von Regierungsbeamten mit Epidemiologen getroffen werden. Den Szenarien zufolge, die in den Medien kursieren, ist nicht damit zu rechnen, dass Schulen und Restaurants vor Weihnachten öffnen. Jedoch wird der Betrieb kleiner Geschäfte und Friseure unter strengen Schutzmaßnahmen in Betracht gezogen. Premierminister Kyriakos Mitsotakis sagte gestern, dass Bars und Unterhaltungseinrichtungen geschlossen bleiben werden, bis der Impfstoff im Land ist.

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(Ingo Blisse)