Vergessen wir 2020 und feiern das neue Jahr. So einfach könnte es gehen, wird aber in der Realität doch nicht ganz so umzusetzen sein. Immerhin werden die Nachwirkungen der vergangenen zwölf Monate auch nach dem Jahreswechsel zu spüren sein. Also bleibt nichts weiter, als mit etwas gedämpfter Stimmung und einem Rucksack voller Hoffnung und Erwartungen in 2021 einzutauchen.

Auch auf Kreta gilt es abzuwarten, was nun kommen wird. Und das können sie erstaunlich gut, die Einheimischen. Wer in den letzten Monaten die Insel besuchte, den überraschte die Gelassenheit, mit der die Kreter das Auf und Ab der Corona-Maßnahmen hinnahmen. „Das ist dann eben so“, hörte man vielerorts und sah dem kretischen Zitatgeber mit teutonischer Verwunderung hinterher. Vielleicht lässt sich aus deren Haltung etwas für das neue Jahr lernen. Immerhin hat er ja Recht, der gelassene Grieche, wenn er die Situation annimmt, wie sie unvermeidlich nun einmal ist.

Was kommt, steht in den Sternen

Ein Blick in die kommenden Monate ist in etwa so wie eine exakte Vorhersage der Lottozahlen: wünschenswert, aber nicht möglich. Keiner weiß genau, wie lange es dauern wird, bis die Impfungen und weitere Lockdown-Maßnahmen wieder ein annähernd normales Leben möglich machen werden. Natürlich wäre das Wissen darüber für die kretische Gastronomie ebenso wie für die Tourismus-Branche ausgesprochen wichtig, aber es ist und bleibt nun einmal eine Prognose ohne Wert. Niemand kann zu diesem Zeitpunkt verlässlich vorhersagen, ob und wie die Strände der Insel in der Sommersaison wieder gefüllt sein werden. Dass es jedoch noch Einschränkungen geben wird, scheint sicher.

Wie sollte nun also der reisehungrige Deutsche planen, wenn ihn die Sehnsucht nach Kreta packt und er zwischen Abwarten und Frühbuchen schwankt? Sicherlich empfiehlt sich, frühzeitige Buchungen mit einem Hintertürchen zu versehen. Glücklicherweise besteht zumeist die Möglichkeit einer flexiblen Option, um einen eventuellen Reiserücktritt oder eine Umbuchung abzusichern. Hier allerdings soll vor den vielen Reiseversicherungs-Angeboten gewarnt werden, die vor allem bei Online-Buchungen unweigerlich an einem Moment des Prozesses irgendwo zwischen der Angabe der Reisedaten und dem Bezahl-Vorgang erscheinen. Diese Versicherungen zeigen sich im Vergleich zu anderen Anbietern zumeist kostspieliger und bieten bestenfalls gleichwertigen Service. Wer bei diesen Versicherungen von einer Reise zurücktreten will, der sollte schon einen triftigen Grund vorweisen können. Dabei ist die absolute Minimalanforderung ein aktuelles ärztliches Attest. Ansonsten wird das Reise-Rücktritts-Ersuchen höchstwahrscheinlich abgelehnt. Ob das eine Mutmaßung ist? Nein, wiederholt am eigenen Leib erlebt.

Kreta ist auch 2021 eine Reise wert. Versprochen!

Trotz der noch immer andauernden Umstände überwiegt die Freude auf das, was in dem gerade angebrochenen Jahr auf Kreta-Freunde zukommt. Die Flugpreise zeigen sich noch in sehr moderatem Rahmen, die Gaststätten und Hotels haben sich während des letzten Jahres in Zeiten des Lockdowns vielfach aufgehübscht, die Kreten freuen sich umso mehr auf die Besucher ihrer Insel und die Zahl der Corona-Infizierten hat sich während der vergangenen zwölf Monate auf einem erstaunlich niedrigen Niveau bewegt – zumindest auf Kreta. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Strände nicht so gefüllt sein werden wie in vergangenen Jahren, so kann man auch hier das Positive sehen. Genießen statt drängeln, und somit kein Grund zum frühzeitigen Platzieren des Badehandtuches auf einem freien Liegestuhl. Sonne satt verspricht Kreta schließlich auch 2021 – und dazu braucht man keine Kristallkugel.

In diesem Sinne wünscht die Redaktion von Leben-auf-Kreta.de allen ein wunderbares neues Jahr! Wir freuen uns auf das, was uns auf der Insel erwartet und natürlich auch auf die tollen Erlebnisse, Bekanntschaften, Interaktionen, Treffen, … mit Euch, unseren Lesern.

(Ingo Blisse)