Das hatten sich die Betreiber bestimmt nicht so vorgestellt: Sie befolgten die vorgegebenen Corona-Maßnahmen nicht und müssen nun tief in ihre Taschen greifen. Aber die ausgesprochenen Geldstrafen werden von weiteren Sanktionen begleitet: Die abgemahnten Lokalitäten müssen im Anschluss zeitweise geschlossen bleiben.

Was war passiert? In Chania war eine Bar mit zu vielen Gästen gefüllt, gerade in dem Moment, als eine Überprüfung kretischer Ordnungskräfte stattfand. Diese verhängten aufgrund des vorliegenden Verstoßes eine drakonische Strafe. Neben einer Schließung der Bar über einen festgelegten Zeitraum von 15 Tagen, muss der Betreiber eine schmerzhafte Geldstrafe von 10.000 Euro bezahlen.

Auch in Heraklion erging es den Verantwortlichen nicht besser. In einer Filiale von EL.AS. wurde ebenfalls ein Verstoß gegen die Corona-Maßnahmen festgestellt. Diese wurde auch hier mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro geahndet. Darüber hinaus bleibt auch diese Lokalität für gute zwei Wochen lang geschlossen.

Genaue Prüfung auch in Hotels

Aber nicht nur die Überfüllung von Gaststätten und Tavernen zieht eine Bestrafung nach sich. So wurde ein Hotel in der Präfektur Rethymno zur Zahlung eines empfindlichen Geldbetrages verpflichtet, weil die vorgeschrieben Covid-19-Broschüren nicht auslagen. Dies wurde bei einer routinemäßigen Inspektion festgestellt. Ein anschließendes Vorgehen gegen das verhängte Bußgeld scheint zwecklos, denn die entsprechenden Bestimmungen wurden im Vorfeld umfänglich bekanntgegeben.

Zentralstelle der EOT setzt auf weitere Inspektionen

Verantwortlich für alle entdeckten Verstöße ist EOT, die griechische Zentrale für Fremdenverkehr. Hier werden die Geldstrafen für Touristenunterkünfte zentral verwaltet. Bisher zeigten sich die beschlossenen Maßnahmen als ausgesprochen wirkungsvoll. So schreckten beim ersten Lockdown die meisten Griechen vor einer Missachtung der Regelungen zurück, da die hierfür angekündigten empfindlichen Geldstrafen die Risiken für ein Vergehen nicht rechtfertigten. Die niedrigen Corona-Zahlen, die Griechenland und vor allem auch Kreta bis heute vorweisen können, sind ein Beleg dafür, dass die Abschreckung durch Strafen zum großen Teil funktioniert.

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(LaK)