Ein Erlebnisbericht unserer Gast-Autorin Claudia Kleemann (PhotoArt):

Sieben Kilometer südöstlich von Rethymnon liegt zwischen grünen Hügeln wunderschön eingebettet das malerische Töpferdorf Margarites. Ein Spaziergang durch die engen Gassen zaubert jedem Besucher ein Lächeln ins Gesicht. Das Dörfchen verfügt über einen unglaublichen Charme. Dabei liegt überall um einen herum Ruhe und Ausgeglichenheit in der Luft. Die Häuserfassaden sind begrünt, es stehen viele bepflanzte Blumenkübel neben den Hauseingängen. Dieses farbenfrohe Spektakel ist ein Genuss für das Auge eines jeden Besuchers.

 Straßenverkauf mit Charme

©PhotoArt Claudia Kleemann

In den Sträßchen des Dorfes reiht sich eine Töpferei an die nächste. Ihre Erzeugnisse (Sonnen, Fische, etc.) dekorieren die vielen Fassaden. Neben den Ladeneingängen werden Schalen, Vasen, Tassen, Schmuck, Fliesen und vieles mehr auf Tischchen oder auf den Pflastersteinen dekorativ präsentiert. Nur zu gerne lässt man sich durch dieses verlockende Angebot zum Kauf eines Souvenirs verführen. Die Bandbreite zwischen traditioneller und hochmoderner Töpferkunst ist dabei ausgesprochen groß. So lässt sich für jeden Geschmack etwas finden.

Tradition, die lebt

Margarites ist eines der vier traditionellen Töpferdörfer auf Kreta. Bis vor wenigen Jahren wurden dort auch die großen Vorratsgefäße „Pithoi“, die man aus antiken Ausgrabungsstätten kennt, hergestellt. Für deren Erzeugung benötigt man zwei Personen, von denen eine die Töpferscheibe dreht, die andere an dem immer weiter wachsenden Krug arbeitet. Wer diese beeindruckenden Produkte noch heute bewundern will, der findet am Dorfeingang eine Werkstatt, die diese Gefäße nach alter Tradition herstellt.

©PhotoArt Claudia Kleemann

Einigen Keramikkünstler kann man bei der Herstellung von Vasen, Tellern etc. beobachten. Es werden auch Workshops angeboten, bei denen man seine eigenen Töpferfähigkeiten erproben kann. Der Ort Margarites selbst bietet dazu weitere Möglichkeiten, um eine schöne Zeit zu verbringen. So finden sich hier einige ausgesprochen nette Tavernen und am Dorfplatz, der „Platia“, sitzt man schattig unter Maulbeerbäumen mit einem Blick bis zum Kretischen Meer.

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(C.K.)