Es gibt Menschen, die sich voll und ganz ihrer Leidenschaft verschreiben. Karl Röske ist einer von ihnen. Der Deutsch-Krete lebt mit seiner Frau Tina nahe Rethimnon und engagiert sich mit voller Kraft fĂŒr den Schutz einheimischer OlivenbĂ€ume. Doch wie kam es zu diesem Enthusiasmus? Die Geschichte des Deutsch-Kreten liest sich wie eine moderne Bilderbuch-Story.

Leidenschaft zur unentdeckten Kraft der Natur

Bereits in jungen Jahren war die Erkundung der natĂŒrlichen Vielfalt Karls Leidenschaft. Da ĂŒberrascht es nicht, dass er als Pflanzen- und GenussjĂ€ger die Welt bereiste. Sicherlich, diese Berufsbezeichnung ist ausgesprochen selten, ebenso wie auch Karls Lebensweg. Er wurde in Deutschland geboren, der Vater war ein waschechter Ostpreuße, die Mutter Kretin. Jeden Sommer ging es fĂŒr zwei Monate auf die Insel, von der seine Mutter stammte. Das prĂ€gte Karl bereits sehr frĂŒh – und so wuchs er mit einem deutschem und einem kretischen Herzen in seiner Brust auf. Sein Wissen aus der griechischen Natur gepaart mit deutschem Interesse an ungewöhnlichen Naturprodukten fĂŒhrte dazu, dass er sich mehr und mehr mit der Wirkung natĂŒrlicher Stoffe auf den menschlichen Organismus beschĂ€ftigte. Karl vertiefte sein Wissen durch Besuche bei Naturvölkern, um Neues zu lernen und Unbekanntes zu entdecken. Dies war nicht nur fĂŒr ihn ein ausgesprochen reizvolles Thema, ebenso fĂŒr die gehobene Gastronomie und auch die Pharmaindustrie.

Persönlicher Enthusiasmus vor Profession

Die Schönheit alter OlivenbÀume ©cretaneanaon

Nach vielen beruflichen Höhepunkten in diesen Bereichen entschied Karl letztendlich, der deutschen Industrie den RĂŒcken zu kehren, um mit seiner Frau Tina auf Kreta zu leben und das gebĂŒndelte Wissen fĂŒr die eigene Vision einzusetzen. Und diese ist, das wahre Kreta und dessen Pflanzenvielfalt mitsamt seinen wertvollen Inhaltsstoffen in Übereinstimmung mit der kretischen Geschichte und Kultur zu prĂ€sentieren. Dabei, und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema, kĂ€mpft das Paar fĂŒr den Schutz der OlivenbĂ€ume, um deren Bestand zu sichern und möglichst zu erhöhen.

Das sollte doch kein Problem sein, schließlich ist Kreta voll von OlivenbĂ€umen, mag sich der germanische Inselfreund denken. Aber weit gefehlt, denn der Umgang mit dem botanischen Nationalheiligtum zeigt sich in der Praxis durchaus problematisch. Gerade zur Zeit der WĂ€hrungsreform fielen jede Menge OlivenbĂ€ume der MotorsĂ€ge zum Opfer, einfach um fĂŒr viele Familien die ausreichende Menge an Brennholz sicherstellen zu können. Ein weiteres Problem zeigte sich darin, dass sich viele ansĂ€ssige Bauern mehr Absatzmöglichkeiten mit dem Anbau von AvocadobĂ€umen versprechen, weiß Karl nach vielen GesprĂ€chen mit ansĂ€ssigen Farmern zu berichten. „Dabei ĂŒbersehen sie, dass sich der Ertrag erst nach etwa fĂŒnfzehn Jahren einstellt.“, erklĂ€rt Karl. „Und welche Menge an Wasser sie fĂŒr den geĂ€nderten Anbau benötigen, ist den meisten gar nicht klar.“

OlivenbÀume als internationales GeschÀft

Nun mag sich der geneigte Kreta-Besucher fragen, was er denn damit zu tun habe. Schließlich besitzt er gar keinen Olivenbaum, kann ihn also auch gar nicht unbedacht abholzen. Doch gerade fĂŒr Touristen werden jede Menge alter OlivenbĂ€ume gefĂ€llt, um gefĂ€llige Souvenirs vom Kreta-Urlaub herzustellen. Wem dies erst einmal bewusst ist, der sollte darauf verzichten, diese ErinnerungsstĂŒcke zu erwerben. Ein weiteres Problem ist der illegale Verkauf kretischer OlivenbĂ€ume ins Ausland. Nur wenige wissen, dass diese BĂ€ume entwurzelt werden und dann mit oftmals gefĂ€lschten Zollpapieren an internationale Gartenbaubetriebe ausgeliefert werden. Kein Kavaliersdelikt, zumal dieser Handel den Bestand an OlivenbĂ€umen auf Kreta drastisch reduziert.

Die Überzeugungsarbeit, die der Deutsch-Krete zum Schutz der OlivenbĂ€ume leisten muss, ist immens. So fĂ€hrt er von einem Bauern zum nĂ€chsten, trifft die örtlichen BĂŒrgermeister und besucht die Tavernen, um weiterhin auf die Wichtigkeit der OlivenbĂ€ume hinzuweisen. Als wenn dies nicht bereits genug wĂ€re, versorgt er ansĂ€ssige Gastwirte mit dem, was die Natur bietet – an Land, im Wasser und eben auch mit den natĂŒrlichen Produkten des Olivenbaumes. Deren Schutz will das sympathische Paar vorantreiben, da es sich nicht nur um ein griechisches Erbe, sondern auch um ein wertvolles Naturgut handelt. Schließlich sollen auch unsere Kinder und Kindeskinder in den Genuss dieser außergewöhnlichen Pflanze kommen können.

BerĂŒhmte Baumpaten: Arnold Schwarzenegger, Alfons Schubeck und Faith Akin

Auch Alfons Schuhbeck unterstĂŒtzt das Projekt von Karl Röske ©cretaneanaon

Zur UnterstĂŒtzung ihrer Initiative haben Karl und Tina Röske beschlossen, das wichtige Thema noch weiter public zu machen. Nachdem SAT 1 als einer von mehreren TV-Sendern bereits ĂŒber den unterstĂŒtzenswerten Kampf fĂŒr den Erhalt der OlivenbĂ€ume berichtete, schlossen sich weitere Fernsehsender an. Auch das gesamte „Leben-auf-Kreta.de“-Team steht voll hinter der Aktion und wird als zukĂŒnftiger Kooperationspartner eine Olivenbaum-Patenschaft ĂŒbernehmen. Somit sind wir ab sofort auch „HĂŒter“ eines Olivenbaumes, und reihen uns damit in eine Reihe ein, in der sich bereits prominente Namen wie Arnold Schwarzenegger, Alfons Schuhbeck, Faith Akin, Stephan Luca, Kida Ramadan, Dr. Mark Benecke und Harro FĂŒllgrabe befinden. Besonders eingebracht hat sich der Hamburger Schauspieler Adam Bousdoukos (Titelbild), der fĂŒr Dreharbeiten extra nach Kreta kam und sich darĂŒber hinaus stark fĂŒr die Rettung der OlivenbĂ€ume engagiert. All dies sind Menschen, die ebenso denken wie Karl und Tina und die Wichtigkeit der Aufgabe verstanden haben. Genau deshalb unterstĂŒtzen sie das Projekt mit voller Kraft.

In den kommenden Monaten werden wir regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die Baumpatenschaft berichten, zum einen, um Karl und Tina bei ihrer AufklĂ€rungsarbeit zu unterstĂŒtzen, zum anderen, um selbst Teil dieses wichtigen Projektes zu sein. NatĂŒrlich freuen wir uns, wenn auch Du Deinen Beitrag zum Schutz der kretischen OlivenbĂ€ume leistet. Am leichtesten funktioniert dies, wenn Du die Internetseite von cretaneanaon besuchst und dort direkt mit Tina und Karl in Kontakt trittst.

Den wunderbaren Fernsehbericht ĂŒber Karls wichtige Arbeit kannst Du Dir hier gerne ansehen. Es lohnt sich!

 

 

Wir freuen uns ĂŒber jeden neuen Baumpaten und zĂ€hlen auf Dich!

Das Leben-auf Kreta-Team

(Ingo Blisse)

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