Blick über die Lassithi-Ebene ©PhotoArt Claudia Kleemann

Das beeindruckende Lassithi-Hochplateau ist 25 km südlich von Malia beheimatet. Die kretische Hauptstadt Heraklion ist 70 Kilometer entfernt. Die gut 800 Meter über dem Meeresspiegel befindliche Karst-Ebene ist umgeben von den wilden Bergen des Dikti-Gebirges. Von Malia und Agios Nikolaos führen zwei Passstraßen bis hinauf in eine Höhe von 1.100 Metern. Dabei genießt man den fantastischen Blick auf die niedriger liegende Hochebene in ihrem kompletten Umfang und das Dikti-Gebirge. Die Lassthi-Hochebene dehnt sich über zehn Kilometer Länge und sieben Kilometer Breite aus.

Etwas oberhalb der Ebene haben sich etwa 20 Dörfer angesiedelt. So wird kein wertvolles Ackerland verschwendet und gleichzeitig bietet die höhere Lage die Sicherheit, vor den Überschwemmungen sicher zu sein, die die Ebene im Frühjahr oft durch Regen und Schmelzwasser heimsuchen. Die Dörfer sind durch eine Ringstraße miteinander verbunden. Auf dem Hochplateau selbst gibt es keine Ansiedlungen, wohl aber viele Wege, über die man zu Fuß oder per Auto die Gegend erkunden kann.

WindmĂĽhlen, so weit das Auge reicht

Steinwindmühlen bei Ambelos ©PhotoArt Claudia Kleemann

Wahrscheinlich hat sie jeder schon einmal gesehen, die Bilder mit den tausenden Windmühlen, den Wahrzeichen der Lassithi-Ebene. Zu früheren Zeiten dienten sie dem Hochpumpen des Grundwassers. Heute werden die Pumpen mit Strom betrieben, viele der ehemals rund 10.000 Mühlen stehen noch. Allerdings sind die meisten mittlerweile verrottet und nur noch selten findet man eine Mühle, deren Flügel mit  Leinensegeln versehen sind.

Bei Ambelos, am Eingang des Plateaus, kann man noch heute knapp zwei Dutzend der großen Steinwindmühlen bestaunen. Viele von ihnen wurden in den letzten Jahren aufwendig renoviert. Damit ist dieser Steinwindmühlen-Park wohl der größte Griechenlands.

Fruchtbare Ebene weit ĂĽber dem Meeresspiegel

Fruchtbare Ebene Lassithi ©PhotoArt Claudia Kleemann

Die Lassithi-Ebene zählt als die fruchtbarste und wasserreichste Ackerfläche auf Kreta. Seit Jahrhunderten wird hier intensiver Ackerbau betrieben. Neben Getreide werden heutzutage Kartoffeln angebaut, aber auch Bohnen, Salate und Früchte. Oliven gedeihen hier aufgrund der Höhenlage nicht. Im Winter ist die Ebene oft mit Schnee bedeckt.

Wer die Lassithi-Ebene besucht, der sollte sich im kleinen Volkskundemuseum im Dorf Agios Georgios das bäuerliche Leben der vergangenen Jahrhunderte ansehen. Das Museum ist allerdings nur während der Saison geöffnet.

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(Claudia Kleemann)