„Mavro Provato“ – „Das schwarze Schaf“ ©PhotoArt Claudia Kleemann

Manchmal finden sich die schönsten Überraschungen irgendwo im Nirgendwo. Oder, um es in anderen Worten zu sagen, in Loumas, einem kleinen Ort, der verloren in den nordöstlichen Bergen Kretas sein verschlafenes Dasein fristet. Genau dort, hinter einer unübersichtlichen Kurve, liegt die einladende Taverne „Mavro Provato“ alias „Das schwarze Schaf“.

Nachdem mein Mann und ich den Bericht eines Kollegen aus der „Leben-auf-Kreta“-Redaktion gelesen hatten, stand fĂĽr uns fest: Da mĂĽssen wir auch mal hin.

Der Weg als Ziel

Wir fuhren von Sissi aus nach Loumas, dem kleinen verschlafenen Ort – und haben es nicht bereut. Es war eine Fahrt durch viele Haarnadelkurven, die Berge rauf und runter mit fantastischen Ausblicken zum einen auf die Berge, zum anderen auf das Meer. Unterwegs hielten wir viele Male an, um die Aussicht zu genießen.

Endlich im Dorf Loumas angekommen, grinst einen wirklich das Schwarze Schaf „Mavro  Provato“ an und lädt in die Taverne des Italieners Diego ein. Wir wurden von ihm und seinen Hunden herzlich begrüßt.

Die Atmosphäre in der kleinen Taverne ist sehr gemütlich, bunt und mit einem Hauch von Kunst versehen. Wir aßen sehr leckere Kleinigkeiten, das Bier, für dass das „Schwarze Schaf“ steht, mussten wir jedoch ablehnen, da wir auch wieder nach Sissi zurückfahren mussten.

Ein Spaziergang lohnt sich

Friedhof mit Meerblick ©PhotoArt Claudia Kleemann

Gut gestärkt schlenderten wir anschließend einmal um das komplette Dorf Loumas herum. Die wenigen noch bewohnten Häuser sind liebevoll mit Wein und Bougainvillen geschmückt. In den verfallenen Ruinen hat sich Mutter Natur breit gemacht und die alten Gemäuer kunstvoll überwuchert. Im kleinen Ort stehen drei Kirchlein, perfekt rausgeputzt, wie auf Kreta üblich – sogar einen Friedhof mit Blick aufs Meer gibt es.

Wer die Einsamkeit liebt und nicht alltägliche Fotomotive auf Kreta sucht, ist hier bestens aufgehoben.

Alles in allem war die Fahrt nach Loumas traumhaft. Ein Besuch im schwarzen „Schwarzen Schaf“ mit seinem freundlichen Wirt Diego ist in jedem Falle empfehlenswert, auch wenn einige Deutsche sagen würden: „Ein Ort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“.

Weitere Ausflugstipps findest Du hier

(Claudia Kleemann)