Mavro Provato, das schwarze Schaf mit dem leckeren Bier

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Manchmal finden sich die schönsten Überraschungen irgendwo im Nirgendwo. Oder, um es in anderen Worten zu sagen, in Loumas, einem kleinen Ort, der verloren in den nordöstlichen Bergen Kretas sein verschlafenes Dasein fristet. Genau dort, hinter einer unübersichtlichen Kurve, liegt die einladende Taverne „Mavro Provato“ alias „Das schwarze Schaf“.

Ein Hauch von Italien

Ein schwarzes Schaf, dass für gutes Bier steht

Betrieben wird die Taverne von Diego, einem ausgesprochen netten Italiener. Es ist vor allem die ungewöhnliche, wenngleich urgemütliche Atmosphäre, die diese Taverne zu etwas Besonderem macht. Von der gegenüberliegenden Straßenseite grinst einen ein ausgesprochen cooles Schaf mit Bierglas in der Hand von einer Fassade an, so überrascht anschließend der Blick zur eigentlichen Taverne auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Eigentlich viel zu extravagant, um hier zu sein.

Freundlichkeit, Kunst und Bier

Im Innenraum der Taverne finden sich an der Wand verschiedenste Kunstwerke und geben ihr ein ausgesprochen gemütliches Ambiente. Zeichnungen, T-Shirts und Malereien, die man wahrscheinlich nur hier findet, beweisen, wie man viel Geschmack auf wenig Raum unterbringen kann. Auch die leckeren Speisen (natürlich mit italienischem Einschlag) überzeugen, ebenso wie das hervorragende Bier.

Diegos gute Laune ist ansteckend

„Kretisches Craft-Beer“, erklärt Diego und fügt hinzu: „Eigentlich wollte ich selbst Bier brauen. Aber die Behörden brauchten zu lange für die Genehmigungen. Als sich dann die Möglichkeit bot, diese Taverne zu betreiben, habe ich zugeschlagen.“ Er weiß also, was gutes Bier ist – und das schmeckt man bei jedem Schluck.

Eine Fahrt, die sich lohnt

Bleibt die Frage, wie man auf der Suche nach dem schwarzen Schaf überhaupt nach Loumas kommt. Nun, es gibt einige abenteuerliche Wege, aber der bequemste ist wohl, wenn man hinter Elounda die Küstenstraße weiterfährt, was sich im Übrigen ausgesprochen lohnt. Es geht hinauf in die Berge und man wird mit einem fantastischen Blick auf die Bucht Eloundas und die Lepra-Insel Spinalonga belohnt. Dann braucht man eigentlich nur dem weiteren Straßenverlauf folgen, mehrere kleine Bergdörfer hinter sich lassen und in Loumas auf ein schwarzes Schaf mit Bierglas achten. Apropos, warum kam Diego gerade auf ein schwarzes Schaf? Seine Antwort ist ebenso simpel wie einleuchtend: „Weiße Schafe essen Gras, schwarze Schafe trinken Bier.“ Alles klar! Das hätte man sich eigentlich auch selbst denken können.

Unscheinbar, aber urgemütlich: Das „Mavro Provato“

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(LaK)

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