Vor kurzem haben wir über die traurige Geschichte der Milatos Höhle berichtet. Aber auch der namensgebende, beschauliche Küstenort Milatos selbst ist einen Besuch wert. Er liegt östlich von Malia und Sisi und besteht aus zwei Bereichen. Zum einen gibt es den  Strandteil „Paralia Milatos“, zum anderen den Ortsteil „Ano Milatos“, der sich vom Meer aus an die Hügel schmiegt. Der kleine Ort war schon vor 3.000 Jahren besiedelt.

Beschaulichkeit abseits des Massentourismus

Milatos ist ein verschlafenes Fischerdorf mit kleinem Hafen. Es gibt einige Badebuchten mit sauberem Kiesstrand und eine kleine Sandbucht. Diese strukturelle Übersichtlichkeit verhindert es, dass sich hier der Massentourismus ansiedeln konnte. Stattdessen fahren hier auch heute noch die Fischer aufs Meer hinaus und versorgen die familiären Tavernen mit frischen Fisch.

Der Strand am Hafen von Milatos ©PhotoArt Claudia Kleemann

Einer der Gründe, warum sich Milatos nicht so überstürzt entwickelt wie andere Küstenorte, ist der Mangel an hochwertigen Stränden. Lediglich am netten Strand am Hafen werden im Sommer einige Sonnenschirme mit den dazugehörigen Liegen aufgestellt.

Über eine asphaltierte Straße gelangt man zu einem weiteren Strand, der sich 200 Meter östlich der Ortsmitte befindet. Dieser ist deutlich länger als der Strand am Hafen, dessen Kieselsteine jedoch zum Liegen und Laufen eher unangenehm.

Die Schönheit der Vergangenheit

GroĂźe Hotelanlagen wird man in Milatos vergeblich suchen – glĂĽcklicherweise. Dagegen findet man jedoch ausgesprochen schöne Appartements in verschiedenen Kategorien. Grund fĂĽr die ansehnlichen Bauten ist, dass der obere Ortsteil „Ano Milatos“ denkmalgeschĂĽtzt ist. Viele der alten Häuser wurden hier mit viel Liebe originalgetreu restauriert. Dies ist auch der primäre Grund, weshalb sich viele Mitteleuropäer dort Eigentum gekauft und ebenfalls eigenständig restauriert haben. In diesem Teil von Milatos bilden eine Taverne (mit Live-Musik) und die Kirche die lokalen Höhepunkte.

Milatos als Ausgangspunkt fĂĽr viele AusflĂĽge

Wer ĂĽber einen Mietwagen verfĂĽgt, kann ohne viel Umstände die Lassithi Hochebene, frĂĽher auch das „Land der 1000 WindmĂĽhlen“ genannt, erkunden. Auch der kĂĽnstlich angelegte Stausee mit seinem beinahe versunkenem Dorf ist gut erreichbar. Das Kloster der Kardiotisa (Kera) ist ebenfalls einen Besuch wert. Wie bereits erwähnt, befindet sich die legendäre Höhle von Milatos in unmittelbarer Nähe. Aber auch Spinalonga, Elounda, Agios Nikolaos, Neapoli, der Amazonaspark, die Psychro-Höhle, Malia und Sissi sind nicht weiter als 40 Kilometer entfernt. Somit ist Abwechslung garantiert, wenn man fĂĽr einen Tag die Beschaulichkeit Milatos verlassen will.

Kurzum, wer das einfache, ursprĂĽngliche Leben liebt und keinen Massentourismus sucht, der wird sich in Milatos ausgesprochen wohlfĂĽhlen.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten oder Inspirationen für Deinen nächsten Urlaub findest Du hier

(Claudia Kleemann)

 

 

 

 

1 KOMMENTAR

  1. Moin und Kalimera Ingo, um Mália, Chersónisos und Síssi mache ich immer einen großen Bogen.

    Mílatos klingt wirklich sehr interessant und steht schon länger auf meiner Liste. Scheint noch seine Ursprünglichkeit behalten zu haben. Wenn ich mal wieder in der Ecke bin, werde ich Mílatos besuchen. Eine Unterkunft östlich von Paralía Milátou habe ich mir auch schon heraus gesucht.

    Ta Leme, kv

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