Neapoli inmitten von Bergen und Wald ©PhotoArt Claudia Kleemann

Ohne Zweifel ist Neapoli eine der schönsten Städte in der Präfektur Lassithi. Sie liegt inmitten des üppigen, grünen Skafi-Beckens in einer Höhe von 260 Metern. Im Skafi-Becken fällt aufgrund der geografischen Lage mehr Regen – auch Schneefall ist keine Seltenheit. Das ist auch der Grund für den beeindruckenden Waldreichtum um Neapoli, den man von der Hauptstraße von Heraklion nach Agios Nikoalaos aus bewundern kann.

Angenehme Beschaulichkeit statt Massentourismus

Neapoli hat rund 2.700 Einwohner und ist trotz seiner auffälligen Schönheit nicht touristisch geprägt. Stattdessen findet man hier das ursprüngliche kretische Leben. Die Einwohner Neapolis sitzen stundenlang gemütlich vor oder in den Kafenions, machen Dorfpolitik,  spielen Karten oder Tavli, und trinken ihren griechischen Mokka. Geschichtlich relevant ist Neapoli als Geburtsort von Papst Alexander V.

Neapoli war bis 1904 Hauptstadt der Region Lassithi, eine Rolle, die anschließend von Agios Nikolaos übernommen wurde. Noch heute ist Neapoli Sitz der Lokalverwaltung und des Provinzgerichts, wozu auch ein großer Gefängniskomplex gehört.

Der Besuch lohnt

Mittelpunkt von Neapoli: der Bischofssitz ©PhotoArt Claudia Kleemann

Auf dem Weg nach Agios Nikolaos oder Elounda sollte man einen Abstecher in das freundliche und beschauliche Städtchen machen. Die Infrastruktur ist dort sehr gut, es gibt Banken, Supermärkte, Post, etc. und die gastfreundlichen Kafenions laden zu einer kleinen Rast ein.

Das schönste und interessanteste Gebäude ist die zentral gelegene Kirche, die auch als Bischofssitz dient. Ihr Innenbereich ist prachtvoll ausgestattet. Leider ist die Kirche nicht immer für Besucher geöffnet.

Von Neapoli aus gibt es viele nahegelegene Ausflugsziele. Bis zur Lassithi Ebene sind es nur 35 Kilometer, bei weitem näher liegt der Amazonaspark, aber auch Elounda und Spinalonga im Golf von Mirabello sind schnell erreichbar.

(Claudia Kleemann)