Vielleicht hat sich der eine oder andere Kreta-begeisterte Auswanderer schon einmal Gedanken dar├╝ber gemacht, die griechische Staatsb├╝rgerschaft anzunehmen. Doch hier bahnen sich tiefgreifende Ver├Ąnderungen an. Einem Gesetzentwurf des Innenministeriums zufolge, der bis zum 10. September zur ├Âffentlichen Konsultation vorgelegt wurde, m├╝ssen Ausl├Ąnder in Griechenland, die die griechische Staatsb├╝rgerschaft erwerben wollen, schriftliche Pr├╝fungen ablegen und bestehen. Diese „panhellenischen“ schriftlichen Pr├╝fungen sollen zweimal j├Ąhrlich stattfinden. Diejenigen Ausl├Ąnder, die eingeb├╝rgert werden wollen, m├╝ssen dabei ihre Kenntnisse der griechischen Sprache, Geographie und Geschichte nachweisen.

Ohne Zertifikat geht bald nichts mehr

Wenn es dem jeweiligen Pr├╝fling gelingt, mindestens 80 Prozent der maximal m├Âglichen Punktzahl zu erreichen, so erh├Ąlt er ein Zertifikat. Dieses wiederum gibt ihm das Recht, offiziell die griechische Staatsb├╝rgerschaft zu beantragen. Etwa 30.000 anh├Ąngige Antr├Ąge auf Staatsb├╝rgerschaft, von denen einige bereits vor Jahren gestellt wurden, werden mit dem neuen System gepr├╝ft.┬á F├╝r die Teilnahme an den Pr├╝fungen m├╝ssen die Kandidaten eine Geb├╝hr von 250 ÔéČ entrichten.

Ende der langen Verz├Âgerungen als erkl├Ąrtes Ziel

Der Generalsekret├Ąr f├╝r Staatsb├╝rgerschaft, Athanasios Balerbas, erkl├Ąrte, dass die Neugestaltung der Struktur f├╝r den Erwerb der griechischen Staatsb├╝rgerschaft (Einb├╝rgerung) als dringend erforderlich erachtet werde. „Als wir das Ministerium ├╝bernahmen, stellten wir die extrem langen Verz├Âgerungen bei der Einb├╝rgerung von Ausl├Ąndern fest.ÔÇť

Diejenigen, die ├╝ber 67 Jahre alt sind oder bei denen Schreibschwierigkeiten diagnostiziert wurden, k├Ânnen stattdessen m├╝ndliche Pr├╝fungen ablegen. Absolventen von griechischen Gymnasien oder Universit├Ąten sind von der Pr├╝fung befreit. Die endg├╝ltige Entscheidung dar├╝ber, ob die Staatsb├╝rgerschaft gew├Ąhrt wird, wird nach einem Gespr├Ąch mit zwei Beamten des Generalsekretariats f├╝r Staatsb├╝rgerschaft getroffen. Daf├╝r wird eine zus├Ątzliche Verwaltungsgeb├╝hr in H├Âhe von 550 Euro erhoben.

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(LaK)

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