Ökotourismus auf Kreta bedeutet, in Gebiete zu reisen, die durch ihre natürliche Schönheit bestechen. Gleichzeitig sollen die Umwelt geschützt und die Einheimischen unterstützt werden. Darüber hinaus kann Ökotourismus als jede touristische Aktivität definiert werden, die die Umwelt so wenig wie möglich belastet.

Basierend auf dieser Philosophie und mit Hilfe von Patenschaften und staatlichen Subventionen haben wir in den letzten Jahren die Schaffung zahlreicher Ökotourismus-Gästehäuser auf Kreta miterlebt. Diese sind im Wesentlichen nach lokaler Architektur gebaut und verwenden ausschließlich lokale Materialien wie Holz und Stein. Traditionelle Gästehäuser sind kleine Unterkünfte, in denen Anwohner beschäftigt sind und Gerichte mit lokalen Produkten serviert werden.

Auf dieser Grundlage respektieren die traditionellen Gästehäuser die Ästhetik der Region. Des Weiteren behalten sie den lokalen Baustil bei und schaffen für die Einheimischen Arbeitsplätze. Dies kann direkt (als Angestellte) oder indirekt (Kauf verschiedener Produkte) vonstatten gehen.

Die Kehrseite des Ă–kotourismus auf Kreta

Das Prinzip des Ă–kotourismus klingt groĂźartig, aber es gibt auch eine Schattenseite: Die Geldbörsen der umweltsensiblen Reisenden werden bei dieser Art des Tourismus schnell geleert. Buchungen in regulären Gästehäusern und Hotels, die als „ökologisch gleichgĂĽltig “ gekennzeichnet werden, sind zumeist gĂĽnstiger. Dazu gehören vor allem die UnterkĂĽnfte, die aus Beton und in modernen Linien gebaut wurden und Marmelade, abgepackten Käse und dänische Butter servieren. Selbst im Juli ist es immer noch einfach, ein einfaches, aber sauberes und möbliertes Zimmer mit KĂĽchenzeile, KĂĽhlschrank und Klimaanlage fĂĽr 30 Euro pro Nacht zu finden. Im Gegensatz dazu wird es fast unmöglich sein, ein traditionelles Gästehaus fĂĽr weniger als 60 Euro pro Nacht buchen zu können.

Ă–kotourismus wird inspiriert von Bewusstsein und nicht von Anpassung

Nehmen wir einmal an, es macht dem umweltbewussten Reisenden nichts aus, die oben genannten Beträge auszugeben, da dies gut für die entsprechende Region ist. Dazu gefällt dem entsprechenden Touristen die Ästhetik des traditionellen Gästehauses. Braucht er warmes Wasser, so wird er das Wasser aus dem Solarwarmwasserbereiter verwenden. Diese sind auf Kreta sehr verbreitet, unabhängig davon, ob man ökologisch orientiert ist oder nicht. Also besteht hier kein Unterschied zwischen traditionellen Gasthäusern und neu gebauten Hotels und Pensionen.

Wenn man im traditionellen Gästehaus frühstückt, so werden angeblich nur lokale Produkte serviert. Zuweilen überrascht es einen dann schon, wenn den ökologisch geschulten Geschmacksnerven dänische Butter und holländische Milchkartons für den Kaffee angeboten werden. Bleibt nur, in eines der örtlichen Geschäfte zu gehen und nach Gruyere oder Kefalotyri zu fragen. Außerdem kann man versuchen, kretischen Gerstenzwieback oder frisch gebackenes Vollkornbrot, Oliven aus Kreta oder aus Kalamata, kretische Orangen und kretischen Tomaten zu erwerben. Dann hat man es wirklich geschafft, die lokale Wirtschaft ein wenig zu unterstützen und somit seine Ökotourismuspflicht unter Beweis zu stellen.

Die Kreter wissen, was gut ist

Sollte den geneigten Ökotouristen gen Abend der Hunger plagen, so sollte er eine Taverne aufsuchen, in der bestenfalls eine Frau gemeinsam mit ihrem Mann kocht. Hier kann man recht sicher davon ausgehen, dass das beste Essen serviert wird und sich die Preise in einem überschaubaren Segment bewegen. Außerdem wird einem nicht bereits auf der Straße ein Marktschreier lautstark begrüßen und in die Taverne locken wollen. Es ist zu empfehlen, dass man Tavernen aufsucht, in denen größtenteils Griechen sitzen. Schließlich lieben Griechen ihr Essen und wissen deshalb sehr genau, wie man die besten Restaurants findet.

Was muss man noch beachten, um einen wirklichen Ökotourismus-Urlaub zu verbringen? Natürlich sollte die verschiedensten Aktivitäten genießen, die keine ökologischen Beeinträchtigungen mit sich bringen. Hier bietet sich zum Beispiel Wandern an, ebenso Fotografieren, Reiten, Schnorcheln oder andere Aktivitäten auf See. All dies kann man in den meisten Fällen eigenständig planen, nachdem man genügend Informationen über den Ort gesammelt hat. Ebenso kann man natürlich auch die Einheimischen um Tipps und Vorschläge bitten.

(KE)

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