Man muss in Kretas zentralen Süden reisen, genauer gesagt zu den südlichen Ausläufern des Idi Gebirges, um zu dem Dorf Zaros mit seinen rund 2.000 Einwohnern zu gelangen. Diese Fahrt dauert mit dem PKW etwa 50 Minuten, wenn man aus Heraklion kommt. Kaum weniger benötigt die Anreise aus Agia Galini, ebenfalls an der Südküste gelegen.

Ein Streifzug durch Zaros lohnt  

Atemberaubende Natur bei Zaros ©PhotoArt Claudia Kleemann

Zaros ist berühmt durch seine zahlreichen Quellen, aus denen hervorragendes Trinkwasser gewonnen wird. In Flaschen abgefüllt kann man dieses auf der gesamten Insel erwerben. Dabei sollte man nicht versäumen, einen Bummel durch den Ort zu machen. Hier ist unter anderem Antonius Stefanakis, ein berühmter Instrumentenbauer, ansässig. Man kann seine qualitätsvollen, handgefertigten kretischen Musikinstrumente, wie Lyra oder Bouzouki, bewundern.

In Zaros findet sich auch eine alte Weberei. Noch immer werden hier traditionelle Tücher und Decken an alten Webstühlen hergestellt – eine gute Möglichkeit, um preiswerte Souvenirs zu erwerben. Die qualitätsvollen Süßwasserquellen brachten die Dorfbewohner dazu, seit mehr als 30 Jahren Süßwasserfische, vornehmlich Forellen, zu züchten. Die Idee war ausgesprochen ungewöhnlich, denn bis dahin kannte man nur Fische aus dem Meer. Mittlerweile ist die Forellenzucht eine der wichtigsten Einnahmequellen des Ortes. Viele Touristen besuchen Zaros wegen eben dieser Fischzucht und verbinden den Aufenthalt oft mit einer Wanderung in der Rouwas Schlucht.

Das Paradies der Forellen: Votomos See 

Votomos See mit Unmengen Forellen ©PhotoArt Claudia Kleemann

Nördlich von Zaros befindet sich der 1980 künstlich angelegte Votomos See. In seinem Umkreis finden sich ein großer Parkplatz, Picknickplätze sowie eine schöne Taverne. Hier kann man unter schattigen Bäumen sitzend die Forellen im See schwimmen sehen und gleichzeitig ein schmackhaftes (Fisch-)Gericht zu sich nehmen. Um den See führt ein idyllischer Fußweg. Das Baden und Angeln im See ist hier aus naheliegenden Gründen nicht gestattet.

Direkt an der Taverne befindet sich auch der Eingang in die Rouwas Schlucht. Für die anstrengende Durchwanderung (es sind rund 700 Höhenmeter zu überwinden) benötigt man für Hin- und Rückweg rund sechs Stunden. Nach einem Brand in dieser Schlucht im Jahr 1994 hat sich die Natur mittlerweile wieder gut erholt, ein Einblick in die Schlucht lohnt allemal, selbst wenn man sie nicht komplett durchwandern möchte. Die Flora und ist artenreich, unter anderem wachsen hier Steineichen und viele seltene Orchideen.

Anstrengend, aber lohnenswert: Eine Wanderung durch die Rouwas Schlucht ©PhotoArt Claudia Kleemann

FĂĽr Urlauber rund um Heraklion oder Agia Galini ist die Kombination „Besuch des Ortes Zaros, Wanderung in der Rouwas Schlucht und Besuch des Votomos Sees“ mit dem Genuss einer frischen Forelle ein empfehlenswerter Tagesausflug.

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(Claudia Kleemann)

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