Die überwiegende Mehrheit der Hotels auf Kreta, die mit britischen Reisebüros zusammenarbeiten, wird nach der Ankündigung der britischen Behörden geschlossen, eine 14-tägige Quarantäne für Griechenland-Rückkehrer zu verhängen. Davon betroffen sind jedoch nicht alle Teile des Landes, sondern nur sieben griechische Inseln (Lesbos, Tionos, Serifos, Mykonos, Kreta, Santorin und Zakyntho). Britische und deutsche Touristen füllten in diesem August bis zu 70% der mit großen Veranstaltern kooperierenden Hotels sowie auch anderer kleinerer Reiseunternehmen.

Die britischen Behörden bringen den Einbezug Kretas mit einigen bekanntgewordenen Fällen in der Umgebung von Malia in Verbindung. Die niederländischen Behörden ordneten bei der Rückkehr aus den beteiligten Gebieten eine 10-tägige Quarantäne an.

Auswirkungen auf kretische Hotels unterschiedlich

Diese Entwicklung führt zu dem paradoxen Ergebnis, dass Heraklion durch die Entscheidung der britischen und niederländischen Behörden einen größeren Schaden erleidet als beispielsweise Chania, das während der Saison ohnehin mit geringerer Belegung gearbeitet hat. Hotels in Chania hatten bereits vor der Entscheidung der Behörden beschlossen, geöffnet zu bleiben und eine eventuelle positive Entscheidung der britischen Verantwortlichen abzuwarten, die am Donnerstag, dem 17. September, ausgesprochen werden könnte.

Regionale Auswahl unüblich

Die leerem Flugzeuge, die in den letzten Tagen in Heraklion ankamen und von britischen Reiseveranstaltern gemietet oder besetzt wurden, kamen ausschließlich, um die vielen Touristen aufzunehmen, die nach Großbritannien abreisen wollten, um eine Quarantäne zu vermeiden. Es war nicht das erste Mal, dass Großbritannien und die Niederlande eine  Quarantäne beschlossen, diesmal allerdings mit dem Unterschied, dass kein ganzes Land betroffen war, sondern nur einzelne Gebiete.

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(LaK)