Die Öffnung der Grenzen für Touristen aus der EU stellt einen Mitgrund für den Anstieg der Corona-Infektionsfälle in Griechenland dar. Am Nachmittag des 14. Juli 2020 wurden in Griechenland 58 neue Corona-Fälle labortechnisch bestätigt. Beinahe die Hälfte davon (28) erfassten die Behörden bei den Kontrollen an den Einreisepunkten des Landes. Sechs weitere Fälle zeigten sich bei Reisenden, die sich aus Eigeninitiative zu einem Test vorstellten. Zwar trat diese Tatsache nicht vollkommen unerwartet auf, sorgt aber bei dem Gutachterausschuss des Gesundheitsministeriums trotzdem für Nachdenklichkeit. Deshalb wurde bei einer Telefonkonferenz über die erneute Ausweitung der Maskennutzung debattiert.

Erster Lockdown erfolgreich – aber was kam dann?

Die griechische Regierung verzeichnete mit teils drastischen Strafen bei Nichtbefolgung der Vorgaben ausgesprochen gute Ergebnisse im Kampf gegen die Ausbreitung von Covid 19 beim ersten Lockkdown im Frühjahr diesen Jahres. Wer in diesen Tagen Griechenland oder seine Inseln bereist, der stellt allerdings fest, dass viele Maßnahmen inzwischen kaum oder gar nicht mehr befolgt werden. Dies scheint nun auf die Probe gestellt zu werden. Schließlich zieht zu Zeiten des wiederanlaufenden Tourismus ein erneuter Lockdown fatale wirtschaftliche Folgen nach sich.

Der Gutachterausschuss des Gesundheitsministeriums wird höchstwahrscheinlich der Regierung erneut die Maskennutzung für alle geschlossenen Lokalitäten und Räumlichkeiten vorschlagen. Für die Bevölkerung wäre dies keine ungewohnte Situation. Sie hatte die erste Corona-Welle überraschend diszipliniert erfolgreich überstanden. Wie der Tourismus-Markt darauf reagieren wird, bleibt abzuwarten.

Import-Erkrankungen nehmen zu

Besucher aus Britannien und Schweden werden mit weiteren Verpflichtungen rechnen müssen. So könnten sie verpflichtet werden, für ihre Einreise nach Griechenland einen negativen Corona-Test bei sich führen, den sogenannten PCR-Test, der maximal 72 Stunden vor der Einreise ausgestellt worden sein muss.

(LaK)